Berlin für ehrliche Menschen

2. Dezember 2009

Die Amazon-Rezension des Buches Berlin für Arme:

Leider kann man nicht, keinen Stern vergeben, daher also dieser erzwungene 1 Stern.

Sollte dieses Buch ironisch gemeint sein, erschließt sich mir diese Ironie beim Lesen nicht. Es wurde als Ratgeber beworben und so kaufte ich es mir, wollte einfach mal sehen was es für Tips gibt, mit wenig Geld durch Berlin zu kommen - und wurde bitter enttäuscht.

Denn, ich bin ein ehrlicher Mensch und so nützen mir Tips wie “Nehmen Sie doch den Regenschirm aus dem Ständer im Restaurant einfach mit, gehört wahrscheinlich eh keinem” oder “Setzen Sie sich in eine Hotellobby da können Sie umsonst Zeitungen lesen und tun halt so ob Sie auf jemanden warten” oder “Markieren Sie Ihre Fahrkarte des öffentlichen Nahverkehrs vor dem Stempeln mit Klebstift, dann können Sie den Stempel wieder abwischen” - etc. pp. - nein diese Tips nützen mir nichts. Auch will ich mir keinen Presseausweis in Thailand (da kommen ja so viele Arme hin) fälschen lassen. Auch die seitenlange Beschreibung eines Aufenthaltes auf Bali nützt mir nichts. In die freie Natur will ich als Dame auch nicht urinieren (als Mann würde ich es übrigens ebenfalls unterlassen) und für einen Euro kochen konnte ich auch vor der Lektüre dieses Büchleins schon ohne auf den mehrmals gepriesenen wild wachsenden und dann ja wohl wie oben beschrieben “gedüngten” Bärlauch Berlins zurückzugreifen. Ladendiebstahl mit bei der Ertappung Angabe eines falschen Namens kommt für mich auch nicht in Frage. Die Karte mit den Standorten von Obstbäumen und Spargelvorkommnissen ist nur was für ganz Ortskundige die sie dechiffrieren können.
Ich muss nicht aufs Amt und brauche also die Anleitung zum Besch….en desselbigen auch nicht, Kosmetikartikel kaufe ich mir selbst und brauche sie nicht in einem Restaurant schnorren.

Der Autor, ein ehemaligen Dorfschullehrer in Ostdeutschland, hat sehr wenig Gefühl für Anstand. Er meint wohl die Open Air Konzerte zu denen ich mittels einer mitgebrachten Klappleiter über den Zaun steigen soll, finanzieren sich von allein? Glaubt, das Restaurant das Kosmetikartikel für seine (zahlenden) Gäste zur Verfügung stellt bekommt diese geschenkt? Der zitierte zu stehlende Schirm gehört vielleicht doch jemanden und der hat dafür bezahlt? Warum soll die Firma Wall eine City Toilette umsonst anbieten? Hallo? Schon angekommen in der freien Marktwirtschaft? Offensichtlich nicht so ganz…

Gemein ist dabei, Lebenskunst mit Schnorrertum gleichzusetzen.

Geschrieben ist das Buch weder witzig noch unterhaltsam sondern eher mit dem Tenor jeder der Geld ausgibt und Steuern zahlt ist eh doof, gewürzt mit diesem “ich weiß eh alles besser” Ton der heute oft zu lesen ist.

Ich wünsche den Autoren, daß sich das Büchlein recht gut verkauft, dann sind sie nämlich schnell wieder im Reigen der “dummen” Steuerzahler und aus ist es mit Hartz IV und anderen Freizeitbezahlungen. Freizeit, ein Gut übrigens, obwohl reichlich bei ihm vorhanden, kommt überraschenderweise nicht im Buch vor. Natürlich kann jeder einmal in eine Notlage kommen doch dieses Buch hilft ihm sicher nicht dabei sich daraus zu befreien oder die Lage zu verbessern, jedenfalls nicht wenn er einen Funken Anstand und Ehrlichkeit in sich trägt.

Anyway, hier noch mein Favorit der “Tips”: Fliegen Sie doch für 19 Euro mit dem Billigflieger in eine europäische Hauptstadt und schlafen auf der Parkbank, das ist überall kostenlos” - Menschenskinder, wenigstens ordentlich recherchieren hätte man können, das weiß doch jeder daß das One Way ist, na gut vielleicht soll der Arme ja dort bleiben, aber meist kommen noch Steuern und Gebühren dazu und der Oberknaller ist die Parkbank, die müsste dann schon nahe beim Flughafen stehen, wenn man kein Geld in einer der europäischen Hauptstädte ausgeben soll, denn meist verschlingt schon alleine die Busfahrt in eben diese Stadt mehr als der Flug.

Dieses Buch ist nur ärgerlich, gibt nur ganz ganz wenig gute Ratschläge  das jedoch zu einem, für jemand mit wenig Geld, heftigen Preis. Mag sein, es hat bei mir seine Zielgruppe verfehlt.

Aber, meine geschilderte Auswahl an eher Tricks als Tips aus diesem Büchlein, kann ja auch als kostenlose Werbung gesehen werden, passt doch, oder?

Copyright: Heavy Soul

Helsinki Hei Hei

30. Oktober 2009

Mein Helsinkiblog ist noch bis Ende des Jahres hier http://blog.goethe.de/finnland/ zu verfolgen.

29. September 2009

goethe

Termine im Oktober

28. September 2009

01.10.

19.30 Uhr

Lesung im Literaturhaus Rostock zusammen mit der finnischen Autorin Hannele Mikaela Taivassalo

09.10.

19 Uhr

Buchpräsentation “Bier” in der Raab Galerie, Fasanenstr. 72

14.10.

13 Uhr

Lesung auf der Frankfurter Buchmesse ARTE - Stand

Präsentation des Stadtschreiber Finnland Projektes

16.10.

Lesung in Rostock aus “Gebrauchsanweisung für Mecklenburg Vorpommern”

23.10.

Lesung aus “Gebrauchsanweisung für Mecklenburg Vorpommern” in Helsinki

Auf dem Heimweg, Dialoge, die die Welt nicht braucht:

21. September 2009



Bei Rossmann

 

Verkäuferin zu meinem Hintermann an der Kasse: Oh, passen Sie mal lieber auf mit dem Zeug. Hat nen ganz blöden Verschluss.

Mann: Taugt nichts?

Verkäuferin: Doch, doch, der Inhalt ist schon gut, irgendwie, aber der Verschluss. Halten Sie das mal lieber aufrecht, sonst kommt da gleich alles rausgespritzt.

Mann: Ich kenn mich nicht so aus mit Reinigern.

Verkäuferin: Das müssen Sie dann aber mal lernen.

Mann: Dafür haben wir doch unsere Maria. Unsere Sambapopomaria.

Frau des Mannes: Unsere Sambaschnitte.

 

 

Wenig später auf der Straße. Mir kommen drei Jungen im Alter von etwa elf Jahren entgegen, starker Akzent.

 

Junge 1: Ey, die is doch Ossi. Hast ma Fotos von Merkel gesehen, von früher.

Junge 2: Nä. Isch kenn die doch gar nich.

Junge 1: Die is Ossi.

Junge 2: Mir doch egal. Ich sag doch nur, dass mein Vater die geil findet.

Gebrauchsanweisung für MV

8. August 2009

http://www.welt.de/reise/article4274867/Nicht-weitersagen-Geheimtipps-fuer-Meck-Pomm.html

Wenn die Nacht nicht dunkel wird

22. Juni 2009

 

 

 

Heiß geliebt das runde Ding

 

Das damals noch am Himmel hing

 

Und strahlend auf mich runter sah

 

Damit sich’s reimt war’s wunderbar

 

Doch eigentlich das muss ich sagen

 

Gab’s damals schwere Last zu tragen

 

Die Helligkeit wiegt ganz schön schwer

 

Als wenn sie voll vergoldet wär’

 

Doch Helligkeit, die ist nur Licht

 

Die Wahrheit macht all das Gewicht

 

Und dieses Ding das muss auf Erden

 

manchmal auch verdunkelt werden

 

Ach, heiß geliebtes rundes Ding

 

Wie ich in deinem Lichte ging

 

Als bräuchte ich nie eine Nacht

 

Bis plötzlich ich bin aufgewacht.

 

© A.G.

Das war das

22. Juni 2009

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Hyvää päivää

4. Juni 2009

Mein Helsinkiblog ist auf der Seite des Goethe Instituts Helsinki zu verfolgen.

hier klicken

Helsinki

27. Mai 2009

ab dem 3. Juni werde ich in einem Onlinetagebuch auf den Seiten des Goethe-Instituts von meinen Erlebnissen in Helsinki berichten. Ich freu mich drauf.